Der Sonntagsblues, wer kennt ihn noch?

Erinnert ihr euch an die Zeit, in der ihr noch feiern gegangen seid? Spätestens Donnerstagabend war sämtliche Trägheit die man durch die Arbeitswoche geschleppt hat wie verflogen, es wurden Pläne geschmiedet, Klamotten vor dem Schrank ausprobiert, das Budget zusammengekratzt, ein Big Pack Zigaretten erstanden, dann gab es kein Halten mehr. Die nächsten Tage war man “high on a happy vibe„ auf der Jagd nach was auch immer, stets getragen von dem Gefühl unschlagbar zu sein. Dann kam der Sonntag und nach Unschlagbarkeit traf einen die Realität wie einen Schlag ins Gesicht! Mit kalter Hand hielt einen der Sonntagsblues im Genick, die Erinnerung an unbändige Freude verblasste langsam und die Frage wie man sich für die Woche motivieren soll, steht übergroß vor einem. Ein Glück wer Kinder und Familie hat! Spätestens ab 7:00 Uhr beginnt der Sonntagmorgen, keine Zeit mehr für Blues da der Ausflug ansteht und der aufgeregte Nachwuchs einen total einspannt.

Nach einer tollen Eröffnungsfeier sitzen wir im Laden und schauen in den trüben Oktober der sich so langsam einregnet. Herbstferien, steigende Coronazahlen und das Wetter beeinträchtigen das Kundenaufkommen deutlich und die Erinnerung an die gemeinen Sonntage schleicht sich langsam an... Haben wir getan was wir tun konnten? Stimmt das Konzept? Muss man die fehlende Kundschaft persönlich nehmen? Wie lange dauert es eigentlich im Durchschnitt, bis ein Konzept angenommen wird?

Wir drehen jetzt die Heizung auf um die Kälte zu verdrängen, verjagen die Zweifel, gießen uns ein Schlückchen Tee ein und bleiben neugierig!




59 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen